Die Gefahr zu stürzen wächst mit zunehmendem Alter immer weiter an. Fast bei einem Drittel der über 65-Jährigen und bei der Hälfte der über 80-Jährigen kommt es jährlich mindestens einmal zu einem Sturz. Schätzungsweise kommt es dadurch zu 5 Millionen Stürze pro Jahr.

Glücklicherweise bleiben viele Stürze ohne schwerwiegende körperliche Folgen. Nur 5 % führen zu einer Fraktur, davon sind ungefähr die Hälfte Oberschenkelfrakturen.

Ein Sturz zieht oftmals auch psychische Folgen nach sich. Viele Betroffene verlieren das Vertrauen in ihre eigene Leistungsfähigkeit und haben oftmals Angst vor alltäglichen Abläufen, bei denen das selbständige Laufen unumgänglich ist. Dadurch wird die Bewegung erheblich eingeschränkt und zurückgefahren, was auch mit einem Rückzug aus der Gesellschaft oder dem sozialen Umfeld verbunden sein kann.

Physische Folgen eines Sturzes

Ein weiterer Nachteil durch mangelnde Bewegung ist die Erschlaffung der Muskeln. Durch die nicht vorhandene Bewegung werden diese abgebaut und sind im zunehmenden Alter extrem schwer zurückzugewinnen. Durch diesen Muskelabbau werden das Gleichgewichtsvermögen und die Reaktionszeit beeinträchtigt, was wiederum mit dem Risiko verbunden ist, erneut zu stürzen.

Die Angst vor der Bewegung führt häufig auch zu einem Rückzug aus dem sozialen Leben und zum Verlust von sozialen Kontakten. Öffentliche Veranstaltungen werden nicht mehr besucht und das Haus sogar gar nicht mehr verlassen. Die Folgen des Sturzes können dadurch sogar doppelt zu Vereinsamung führen.

Folgen für den Pflegealltag

Aber ein Sturz hat nicht nur Folgen für den Betroffenen selbst. Auch das zuständige Pflegepersonal wird dadurch betroffen. Denn: Jeder Sturz, egal ob mit physischen Verletzungen oder ohne, verursacht einen höheren Pflegeaufwand. Durch die verminderte Bewegungsfähigkeit des Gestürzten und dem daraus resultierenden Sturzrisiko nimmt die Belastung der Pflegekräfte zu.

Sturzprophylaxe

Um all diese Folgen eines Sturzes vermeiden zu können, ist es wichtig, eine effektive Sturzprophylaxe mit den Bewohnern durchzuführen. Hier gibt es eine Reihe von verschiedenen Therapiemöglichkeiten und Maßnahmen, um Stürze vorzubeugen. Nicht nur die eigene körperliche Aktivität, sondern auch äußere Faktoren spielen eine immense Rolle. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten zur Sturzprophylaxe die bei unterschiedlichen Ursachen eines Sturzes eingesetzt werden können. Daher geht den gezielten Interventionen eine genaue Anamnese voraus, die nicht nur die Risikofaktoren und die diagnostischen Schritte, sondern auch die Ressourcen und Bedürfnisse des Betroffenen berücksichtigt.

Lernen Sie zu diesem Thema auch die intelligente Bed-Exit-Sensorik kennen, welche ebenfalls Sicherheit im Pflegealltag gewährleistet.

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