Jeder Mensch kennt sie schon von klein auf, Musik. Sie ist ein fester Bestandteil unseres Lebens und fast überall gegenwärtig. Sei es im Café, im Einkaufsladen oder im Büro, ständig läuft im Hintergrund Musik und so wird sie, ob wir wollen oder nicht, fest in unserem Unterbewusstsein verankert. Diese Verankerung wollen sich jetzt einige Wissenschaftler bei der Behandlung von Demenz zur Nutze machen.

Musik ist wie kaum ein anderes Medium dazu in der Lage, Gefühle, Wahrnehmungen oder Fähigkeiten wiederzubeleben und in Erinnerung zu rufen. Ein Lied aus den Kindertagen der Patienten, kann sie mit einem Schlag in eine längst vergangene Zeit versetzen und wahre Glücksgefühle hervorrufen. Seien es die Gedanken an die verstorbenen Eltern oder an das damalige Zuhause des jeweiligen Patienten, jeder hat seine eigenen Erinnerungen und Erfahrungen.

Singen gegen das Vergessen

Aber nicht nur das Hören von Musik ist gut für die Demenzerkrankten, sondern auch das eigene Praktizieren. So wird im Gehirn ein breites Netzwerk von Regionen aktiviert. Durch diese Aktivierung sei Musik in der Lage verschiedene kognitive Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnis zu verbessern. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass sich häufig auch die Stimmung der betroffenen Personen verbessert.

 

Demenz ist als Krankheitsbild nur sehr schwer greifbar, denn Ursache und Verlauf sind vielfältig und verschieden. Nur eines ist sicher: Ist die Diagnose Demenz einmal gestellt, gibt es kein Zurück mehr. Diese Unvermeidbarkeit ist eine große Belastung für Betroffene und Betreuer. Die besondere Herausforderung im Pflegealltag liegt also nicht in der Heilung, sondern vielmehr in der physischen und psychischen Linderung der Symptome.

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