Man ist niemals zu alt, um sich zu verlieben. Dafür, dass dies keine Floskel ist, sind Doris Hunold (83) und Hugo Kötter (79) der lebende Beweis. Nachdem Doris Hunolds Mann krank aus dem Krieg zurückkam, pflegte ihn die Hausfrau 40 Jahre lang. Nun ist sie seit 22 Jahren Witwe und lebt gemeinsam mit ihrer Tochter und den Enkeln in ihrem Haus in Hagen. Hugo Kötter ist Maurer – wie er sagen würde „Building-Maker“, denn „heutzutage sagt man ja alles auf Englisch.“ Seitdem seine Frau vor einigen Jahren starb, wohnt er alleine in seinem Haus in Wickede und kümmert sich liebevoll um sein Obst und Gemüse im Garten. Kennengelernt haben sich die beiden vor über einem Jahr als sie während einer Kur vier Wochen in demselben Hotel verbracht haben. „Ich habe ihr schöne Augen gemacht und sie ist darauf reingefallen“, schmunzelt Hugo Kötter. Seitdem besucht er sie alle 14 Tage mit dem Auto – telefoniert wird aber jeden Abend. Die beiden schweben auf „Wolke 7“ und planen schon ihren nächsten Urlaub. Ganz „zufällig“ wieder in dem gleichen Hotel. „Noch fühle ich mich nicht wie 83“, sagt Doris Hunold.

Alter schützt vor Liebe nicht, aber Liebe schützt bis zu einem gewissen Grade vor Alter.” (Jeanne Moreau)

 

Gibt es die „große Liebe“ in unserer schnelllebigen Welt überhaupt noch? René Schwerdtel, Fotograf aus Herchen, hat sich auf die spannende Reise gemacht, um genau das in Erfahrung zu bringen. Dabei sind nicht nur emotionale Bilder entstanden, sondern bewegende Einblicke in die Leben glücklicher Menschen. Mit ihren Erzählungen verraten sie ihre Rezepte für ihre innigen Beziehungen – damit bringen sie uns teilweise zum Schmunzeln, vor allem aber zum Nachdenken. Und eines kommt dabei immer wieder zum Ausdruck: Liebe bedeutet Vertrauen – dazu gehört neben Spaß eben auch mal ein kleiner Streit. Hinter jedem Bild steckt eine gefühlvolle Geschichte, die zeigt, wie vielfältig die Liebe sein kann.

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